Pressemitteilung
Demonstration gegen das geplante Logistikzentrum Stocka
Der Widerstand des Großteils der regionalen Bevölkerung und der Bürgerinitiaive BIA gegen den geplanten Logistikpark Stocka mit dem Megaprojekt eines Amazon-Verteilzentrums mit ca. 22,5 ha Fläche geht auch mit Unterstützung durch Bund Naturschutz, Landesbund für Vogel- und Naturschutz und der ÖDP weiter.
von links: ÖDP-Kreisräte Konrad Pöppel (BN-Kreisvorsitzender), Peter-Michael Schmalz (LBV-Kreisvorsitzender) und Annette Setzensack, 2. v. r. ÖDP-Kreisvorstandsmitglied Thomas Kopp Photoanfertigung: Harry Bruckmeier
Gemeinsam mit rund 250 Bürgerinnen und Bürgern, beteiligten sich trotz großer Hitze von 36 Grad Celsius im Schatten neben Bund Naturschutz (BN) und Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), auch mehrere Vorstandsmitglieder des ÖDP-Kreisverbands Kelheim, sowie die gesamte ÖDP-Kreistagsfraktion vergangenen Freitag an der von der Bürgerinitiative Abensberg gegen das geplante Amazon-Logistikzentrum bei Bachl am dortigen Seebauer-Hof organisierten Demonstration.
Zu den Rednern gehörten neben Vorstandsmitgliedern der BI mit ihrem Vorsitzenden Roland Weiß, Abensbergs Bürgermeister Bernhard Resch, Allgemeinarzt Dr. Straßer aus Abensberg, Kreisrat und ÖDP-Fraktionssprecher im Kreistag Kelheim, Peter-Michael Schmalz und als Hauptredner Landesvorsitzender des BN Bayern, Martin Geilhufe.
Im Mittelpunkt standen die befürchteten stark negativen Auswirkungen des Mega-Projekts auf Natur, Landschaft, Flächenverbrauch, Trinkwasser, Arbeitsmarkt, Baulandknappheit, soziale Belange und das Verkehrsaufkommen.
ÖDP-Kreisvorsitzender Peter Michael Schmalz bekräftigte in seiner Ansprache, auch als Kreisvorsitzender des LBV, seine beiden Anträge aus 2024 und 2026 im Kreistag auf Durchführung einer Raumverträglichkeitsprüfung (RVP). Er teilte den Anwesenden mit, dass er ganz aktuell die Antwort des Präsidenten der Regierung von Niederbayern (RP) auf den von ihm am 20. April 2026 im Kreistag mit 9:3 Stimmen durchgesetzten Appell des Landkreises Kelheim an die Regierung von Niederbayern auf Durchführung der RVP erhalten habe. Darin lehne RP Haslbeck, vermutlich aufgrund politischer Weisung von Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler), weiter die Durchführung einer RVP ab. Warum dies so sei, so Peter-Michael Schmalz, liege auf er Hand. Bei all den von den 4 Nachbargemeinden Rohrs (Abensberg, Saal/Do., Hausen und Langquaid) vorgetragenen hoch qualifizierten Einwendungen könne eigentlich eine RVP zum Logistikpark nur negativ ausgehen und damit das Ende des Projekts bedeuten. Seinen Beitrag schloss er mit den Worten: "Das geplante Mega-Amazonprojekt hier ist das falsche Projekt am falschen Ort".
Speziell zum Thema Verkehrslärm erfuhren die Anwesenden von Dr. med. Gerhard Straßer Aufschlussreiches über die wahrscheinlichen Folgen der zu erwartenden Zusatzbelastung der Straßenanlieger.
Martin Geilhufe wies in seiner Rede darauf hin, dass Niederbayern mittlerweile den Spitzenplatz beim Flächenverbrauch/Flächenversiegelung in Bayern einnehme. Der Freistaat Bayern insgesamt verbrauche täglich ca. 10 ha an Flächen für Straßen und Bauprojekte. Er verfehle damit seit Jahrzehnten die selbst, bewusst nur freiwillig, gesetzte Grenze von 5 ha pro Tag. Geilhufe kritisierte massiv die Politik von CSU und Freien Wählern auf Landes- und europäischer Ebene. Sie sei geprägt von großen Rückschritten beim Umweltschutz ingesamt. Ganz konkret übte er heftige Kritik am CSU/EVP-Europaabgeordneten Manfred Weber aus der Nachbargemeinde Wildenberg, der sich auf europäischer Ebene durch eine Reihe von massiven Initiativen gegen Klimaschutz und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen hervortut.
Der ÖDP-Kreisverband Kelheim und die ÖDP-Kreistagsfraktion bedanken sich bei der Bürgerinitiative Abensberg für die aufwendige Organisation der gelungenen und friedlichen Demonstration und werden sich weiterhin für den hochwertigen Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen im Landkreis Kelheim und speziell auch in der Region Bachl einsetzen.
V.i.S.d.P. Peter-Michael Schmalz
