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Pressemitteilung

Explodierende Preise für fossile Energien/Treibstoffe

ÖDP-Marktgemeinderat und Umweltreferent Peter-Michael Schmalz fordert eine beschleunigte Umstellung des Fahrzeugbestandes des Marktes Langquaid (ebenso wie von ihm für den Landkreis-Fuhrpark beantragt, siehe Preseinfo auf OEDP-Kelheim.de/Aktuelles vom 27.03.2026) auf E-Antriebe

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Blascheck,

ebenso wie für den Landkreis Kelheim (siehe meinen Antrag an den Landkreis von heute), stelle ich hiermit für den Markt Langquaid folgenden Antrag für die nächste Marktgemeinderatssitzung (m.d.B. um Aufnahme in die Tagesordnung).

Antrag 1:

Die Marktverwaltung gibt einen Bericht incl. Übersicht über die derzeit vom Markt Langquaid verwendeten Fahrzeuge. Die Darstellung soll folgende Paramenter beinhalten:

a) Fahrzeugart

b) Hauptsächlicher Einsatzzweck

c) Antriebsart (Treibstoff, Elektro) incl. pozentuales Gesamtverhältnis zueinander

d) Fahrzeugalter

e) Fahrzeugzustand 

Antrag 2: 

Die Marktverwaltung gibt einen Überblick, wo im Gebiet der Gemeinde Langquaid (56 qkm Gemeindefläche) öffentliche Lademöglichkeiten (z. B. Bauhof, Rathaus) für Elektrofahrzeuge des Marktes Langquaid (incl. Nutzung für Dritte) bestehen. Dabei ist darzustellen, ob die Lademöglichkeiten nur für Pkw oder auch für mittlere bis größere Nutzfahrzeuge des Marktes benutzt und/oder angefahren werden können.

Antrag 3: 

Bei allen Marktgemeindeliegenschaften mit eigenen PV-Anlagen ist zu prüfen, inwieweit diese neben der Eigenstromnutzung incl. Speicher, auch für das Aufladen (Einrichtung von Ladesäulen) von markteigenen Fahrzeugen zu nutzen sind.

Antrag 4:

Die Marktverwaltung wird vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Sektor für Fahrzeugtreibstoffe (Verdoppelung der Treibstoffpreise, mögliche Lieferengpässe) beauftragt,

- verstärkt Markterkundungen nicht nur für Pkw, sondern auch für Nutzfahrzeuge mit E-Antrieb durchzuführen (siehe mittlerweile breite Produktpalette u. a. bei nationalen Nutzfahrzeugausstellungen)

- Wirtschaftlichkeitsberechnunge<wbr />n (incl. der praktischen Einsetzbarkeit im Außeneinsatz) für einen beschleunigten Umstieg auf E-Antriebe durchzuführen (incl. Schaffung weiterer eigener Ladepunkte gekoppelt an eigenen PV-Anlagen incl. Speichern)

- dem Marktgemeinderat in einer der nächsten Sitzungen zu berichten.

 

Begründung: 

Seit über 10 Jahren war ich als Kreisrat mehrfach auf Landkreisebene initiativ tätig, dass die Fahrzeuge der öffentlichen Hand (hier Landkreis) auf E-Antrieb umgerüstet werden, sobald dies für den jeweiligen Einsatzzweck technisch möglich und wirtschaftlich darstellbar ist. Dabei soll insbesondere auch der Gesichtspunkt des vom Kreisumweltausschuss 2008 auf meinen Antrag hin beschlossenen Zieles der (bilanziellen) Klimaneutralität (und Unabhängigkeit von fossilen, zumeist zu importierenden Treibstoffen) besondere Berücksichtigung finden. 

Gleichermaßen war ich als Marktgemeindrat und Umweltreferent auf Ebene des Marktes Langquaid tätig. Auf meinen Antrag hin, hat der Markt Langquaid 2008 das Ziel der bilanziellen Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 im eigenen Wirkungskreis (Marktliegenschaften, Fahrzeuge usw.) bis 2030 beschlossen.

Die aktuelle Entwicklung im Persischen Golf/Ukraine-Krieg usw. zeigt die Dringlichkeit meiner Initiativen mehr als deutlich auf.

In der Anlage gebe ich eine aktuelle Kostenvergleichsberechnung meines Kreistagskollegen Josef Gold aus dem Landkreis Straubing Bogen bei (Hinweis: H. Josef Gold hatten wir bereits vor einigen Jahren im Mehrgenerationenhaus als Referenten zum Thema Wind- und Solarenergie vor Ort). Es zeigt die erheblichen Kostenvorteile von E-Antrieben auf. Dieser Vorteil ist in Wirklichkeit sogar noch größer also in der Vergleichsberechnung benannt, wenn man die alljährlichen sehr viel höheren durchschnittlichen Reparaturkosten für fossil betriebene Fahrzeuge einberechnet.

 

Hinweis: Im Bereich Pkw nutzt der Markt Langquaid (VG Langquaid) bereits seit rund 3 Jahren ein e-Auto. Im Bereich Nutzfahrzeuge war ich mit dem Baufhofleiter und einem Mitarbeiter des Bauhofs z.B. bereits 2023 beim oberbayerischen Start-Up Tadus in Schnaitsee/Oberbayern zur Besichtigung eines Prototyp-E-Traktors für kommunale Zwecke. Seit 2023 hat die Entwicklung von E-Antrieben auf dem Gebiet der Nutzfahrzeuge nochmals einen Riesenschritt nach vorne gemacht (s. Nutzfahrzeugmessen usw.), so dass auch weitere Nutzfahrzeugklassen mit E-Antrieb von großen Herstellern angeboten werden.

Mit geht es nicht darum, eine Hauruckumstellung zu erreichen. Nein, mir geht es darum, dass das Wirtschaftlichkeitspendel unter dem Gesichspunkt der niedrigeren Unterhaltskosten (Preisexplosionen auf dem fossilen Treibstoffmarkt, günstigere Batteriekosten)  nun sehr viel deutlicher in Richtung E-Antrieb ausschlägt, schnellstmöglich Umstellungen (soweit wirtschaftlich und auch vom Einsatzzweck her passend), vorzunehmen.

Auch die Vorbildfunktion des Marktes Langquaid für Bürger und Gewerbe/Dienstleistungssektor darf erwähnt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Peter-Michael Schmalz

 

Peter-Michael Schmalz Kreisrat, Marktgemeinderat (ÖDP) Umweltreferent des Marktes Langquaid

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